Was ist Sandstrahlen?

Sandstrahlen, Oberflächenbehandlungsverfahren zum Entfernen von Verunreinigungen.

Mit einem Luftkompressor erzeugt man zunächst einen starken Luftstrahl, der das Strahlmittel (z. B. Sand) aus einem Sammelbehälter mitführt. Das Gemisch wird anschließend über ein Schlauch- und Düsensystem auf die Oberfläche des zu behandelnden Gegenstandes geblasen. Dadurch werden Teile der Oberfläche herausgelöst und abgetragen. Je nach Größe der Anlage lassen sich Teile bis zu einer Größe von mehreren Metern bearbeiten. In einigen Fällen reinigt man das verunreinigte Strahlmittel, um es erneut einzusetzen.

Sandstrahlen eignet sich für Gegenstände oder Flächen mit loser Oberflächenschicht wie z. B. Rost auf Stahlblech oder alte Farbe auf Gusseisen. In diesen Fällen lassen sich die Verunreinigungen schnell abtragen, ohne die eigentliche Oberfläche allzu sehr anzugreifen. Der Vorteil des Verfahrens liegt darin, dass Gegenstände mit beliebiger Oberfläche auch an unzugänglichen Stellen, wie Vertiefungen, Kerben oder Taschen, behandelt werden können. Diese Art der Oberflächenbearbeitung nutzt man beispielsweise auch im Baugewerbe – u. a. bei der Sanierung von Fassaden. Die resultierende Oberfläche weist eine Rauheit auf, die von der Korngröße und der Art des Strahlmittels abhängt. Als Strahlmittel setzt man neben Sand, mit einer Korngröße von 2 bis 0,06 Millimetern, auch Schlacke oder Korund ein.

Verwandte Verfahren sind das Glasperlen- oder Kugelstrahlen, bei denen Glas- bzw. Stahlkugeln statt Sand verwendet werden. Dadurch wird bei Stahl neben dem Abtragen der Oberfläche auch eine Verdichtung des Materials erreicht.

 

Sandstrahlen E-Mail: info@sandstrahlen.de.com